Bulldoggen sind anders...

Aus meiner 20 jährigen Erfahrung in der Arbeit als Hundetrainer/-psychologe kann ich gut quervergleiche zu anderen Rassen ziehen. Was allen OEB eigen ist, ist ihre Menschenliebe und ihr suchen nach Körperkontakt. 
 

 

Ansonsten sind die Charaktere der Bulldogs so verschieden wie ihr Erscheinungsbild. Vom Sofapupser bis zum Hochleistungsathlet ist alles vertreten. Es gilt in einem gründlichen Vorgespräch die Bedürfnisse und Erwartungen des Interessenten herauszufiltern und sich danach den Hund auszusuchen. Das hat im übrigen nichts mit Fellfarbe zu tun. Es ist leider in Mode gekommen, dass Interessenten sich oft nur noch für Hunde in bestimmten Farben interessieren. Ich kann dazu nur deutlich sagen: " Der Hund muss anatomisch und von seinem Charakter her zu ihnen passen, die Farbe sollte dabei nebensächlich sein!" Der schönste Hund wird Ihnen keine Freude bereiten wenn die Ansprüche nicht zueinander passen. Leider lässt sich bei einem Welpen nur schwer absehen, zu welchem Arbeitstrieb, Bewegungsfreude oder Stressresistenz er neigen wird. Bei Junghunden ist das schon wesentlich einfacher. Charakterzüge wie Sensibilität, Durchsetzungswillen etc. sind hingegen schon früh gut zu erkennen. 
 


 

Bulldogen haben die Angewohnheit nach dem Fressen und Trinken ihre Schnute an unserer Hose abzuwischen oder zumindest werden Sie deutlich sehen können in welche Richtung er davonlief. 


Ziemlich wahrscheinlich ist es, dass Ihr Bulldog schnarchen wird. Auf mich wirkt es sehr beruhigend. Wenn Sie jedoch beim Schnargeräusch Ihres Partners schon fast an die Decke gehen könnte es Schwierigkeiten geben. Zumindest wäre Ihr schnarchender Partner entlastet.
 

 


Ein Bulldog braucht liebevolle und konsequente Erziehung und vieeel Leckerli! Mit Wut und Frust kommen Sie nicht weit. Dann nämlich setzt der berühmte Bulldoggen- Dickschädel ein.
Körperlich sind die Bulldoggen sehr robust aber entgegen ihrem Erscheinungsbild meist sehr empfindlich und sensibel was Ungerechtigkeiten angeht.
Im Hundesport sind die Ausbildungsmöglichkeiten von nicht sehr triebstarken Bulldoggen begrenzt. Bringen Sie genügend Trieb mit, muss dieser von erfahrener Hand in die richtige Richtung gelenkt werden. Mit Freude und Leckerlis sind die meisten Bulldogs für alle Hundesportarten zu begeistern solange kein Druck herrscht. Sie Fährten mit Freude, absolvieren Geräteparcours und haben Spass an Gehorsamsarbeit - solange der Halter diesen Spass teilen kann lassen sie sich gerne anstecken.
Der Beutetrieb fällt sehr unterschiedlich aus. Erfahrene Halter können diesen aber gut zu Ausbildungszwecken nutzen.
 


 

Mit einem trainierten Bulldog können Sie gut und gerne 10 Kilometer am Fahrrad absolvieren. Wie bei allen schweren Hunden müssen solche Tätigkeiten allerdings langsam - und nicht vor dem Alter von einem Jahr - aufgebaut werden.
 

 


Man schafft sich nicht einfach 'mal so' einen Bulldog an. Bulldoggen sind Lebensart und nehmen auch ihren Lebensraum ein. Wer sein Leben mit einem Schatten teilen möchte ist an der falschen Adresse. Ein Bulldog möchte seine Freundlichkeit und Menschenliebe mitteilen. Dabei geht er nicht gerade sehr sensibel vor. Ob der Besucher nun gerade Hunde mag oder nicht interessiert einen Bulldog erstmal herzlich wenig. Seit vielen Jahren arbeiten unsere Hunde auch als Therapiehunde. Ob bei Menschen mit Hundephobie, als Besucherhunde in Kindergärten, Altersheime oder Schulhund. Durch ihr robustes Nervenkostüm eignen sie sich sehr gut für solche Aufgaben. 
 


 

Bulldoggen sind sehr instinktsicher im Umgang mit Menschen. Kommt es doch mal vor, dass ein Bulldog einen Besucher ablehnt ,dann hat er seine Gründe und am besten Sie halten sich auch von diesem Menschen fern. Ein Bulldog braucht nicht scharfgemacht werden, er kann selbst ganz gut unterscheiden wanns brennt. Selbst wenn Sie es nicht glauben, dass dieser Hund, der seit 5 Jahren jeden Besucher abschlabbert, aggressiv werden könnte, lassen Sie sich nicht täuschen. Wenn man ihn braucht, steht er da.
 


 

Durch die übliche und lästige Kampfhundeberichterstattung werden Sie sicherlich nicht überall beliebt sein, wenn Sie mit einem Bulldog auftauchen. Selbst wenn er nicht auf der Liste steht ,werden Sie doch immer wieder darauf angesprochen werden. Übrigens: Es gibt Gemeinden/Bundesländer die dem OEB wildwuchs einen Riegel vorschieben indem Sie diese Phänotypisieren also in Augenschein nehmen. Es gibt so viele Hunde die als OEB deklariert werden aber Listenhundmixe sind, dass dies anscheinend nötig geworden ist. Der Hund wird begutachtet welche bulldogtypischen Rassemmerkmale vorhanden sind oder halt auch nicht. Schaut der Hund aus wie ein OEB, haben sie keine Probleme. Deshalb Vorsicht beim Welpenkauf! Lassen sie sich keine Mixe andrehen. Lassen Sie sich die Elterntiere zeigen und überprüfen Sie die Ahnentafel. Die meisten Ahnentafel sind reine Registrierpapiere und nicht einem Zuchtverband anhängig und Zuchtverbände die oft vom Züchter selbst oder seinem Umfeld ins Leben gerufen wurden, taugen auch nur soviel wie der Vorstand selbst. 
 


 

Ein Bulldog polarisiert durch sein Erscheinungsbild. Auf den ersten Blick werden Ihre Mitmenschen ihn abgrundtief hässlich, faszinierend oder schön finden. Dazwischen gibt's kaum etwas. In meiner Hundeschule habe ich jedoch die Erfahrung gemacht, dass es ein Bulldog hervorragend versteht, seinen Charme gerade ablehnenden Menschen gegenüber derart spielen zu lassen, dass diese nach kurzer Zeit überhaupt nicht mehr verstehen können, dass Sie jemals etwas gegen einen Bulldog gesagt/gedacht haben.
 


 

Durch Ihren schweren Körperbau sollte in der Aufzucht von Bulldoggen sehr auf das Futter und die Bewegung geachtet werden. Leider wird immer noch propagandiert, dass HD/ED eine reine Erbkrankheit sei, wobei längst nachgewiesen ist, dass insbesondere die Fütterung mit hoch Vitaminisierten und Energiereichen Fertigfuttern und ein Zuwenig, Zuviel oder auch falsche Bewegung ausschlaggebende und begünstigende Faktoren dieser Erkrankungen sind.
 


 

Bulldoggen unterscheiden sich bei der Nahrungsaufnahme im groben nicht sehr von Schweinen. Weder was die Geräusche beim Fressen betrifft, noch was Futtermenge und Auswahl anbelangt. Die meisten Bulldoggen sind schlicht und einfach verfressen. Dabei fressen Sie nahezu alles was Ihnen unterkommt. Gott sei Dank sind sie meist nicht sehr empfindlich was Magen- Darmtrakt betrifft. Zumindest nicht, wenn man sie von klein auf an unterschiedliche Nahrungsmittel gewöhnt. Im Gegensatz zu anderen Hunderassen fressen Sie ganz schön viel. Immer wieder wundere ich mich in meiner Hundepension, mit wie wenig andere Rassen vergleichbaren Gewichts an Futter auskommen. Bis ich feststelle, dass Bulldoggen einfach sehr viel Futter benötigen.
 


 

Eine reine Zwingerhaltung ist sowieso nichts für Hunde und für einen Bulldog gleich zweimal nicht!



Wenn Sie jedoch all diese Macken haben und sich einen Therapeuten sparen möchten, dann schaffen Sie sich einen Bulldog an.
 


 

Wenn Sie jedoch einmal mit einem Bulldog Ihr Leben geteilt haben, werden Sie nichts anderes mehr wollen. Das verspreche ich Ihnen. Es gibt nur eines das noch besser als ein OEB ist ....zwei,drei,vier.....OEB`s.


Zusammenfassend kann man sagen: Ein Oeb eignet sich sehr gut als Anfängerhund, wenn Sie mit ihm konsequent in die Hundeschule gehen, oder passende Berater an ihrer Seite haben. Innerartliches Sozialverhalten sollte von klein auf geübt werden, damit ein OEB durch seine Kraft nicht zum Mobber oder Pöbler mutiert. Da sie für ihre Grösse recht stark sind sollten Sie körperlich in der Lage sein, ihn händeln zu können.  Die meisten OEB neigen kaum zu Jagdtrieb . Ausserdem sind sie sehr Halterorientiert. Über Futter lassen Sie sich gut ausbilden und überlisten.  Wenn sie von uns einen Hund holen, haben sie ausserdem noch den riesen Vorteil einen Hundeverhaltensprofi an ihrer Seite zu haben.

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Email: info@hundezentrum-loeser.de

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